Das Deutsche Wirtschaftswunder

Voraussetzungen für das deutsche Wirtschaftswunder waren die Abschaffung der zentralen Wirtschaftslenkung und der Preisberechnung im Zuge der neuen Währung von 1948 und die anschließende, konsequent wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung. Entgegen den Plan der Wiederaufbau und damit auch das Wirtschaftswunder zwar merklich erleichtert, aber nicht verursacht. Bis zum Ende der 1950er Jahre entwickelte sich die Bundesrepublik zur zweitstärksten Wirtschaftsnation der Welt nach den USA. Diese Stellung hatte Deutschland schon vor dem Ersten Weltkrieg, damals allerdings auf einen doppelt so großen Staatsgebiet. Die politischen Weichen des Wirtschaftswunders stellte Ludwig Erhard, der von 1949 bis 1963 bundesdeutscher Wirtschaftsminister war. Im Bewusstsein der Bevölkerung war die Wirtschaftswunderzeit das Ende der Nachkriegszeit

1949 begann im Westen Deutschlands ein großer wirtschaftlicher Aufschwung, der ununterbrochen bis 1966 anhielt. Trotz der schwierigen Ausgangslage nach dem Krieg, waren im Gebiet der späteren Bundesrepublik etwa 80–85 Prozent der Produktionen unzerstört geblieben. Auch das Straßen- und Schienennetz war nicht komplett zerstört. Durch zahlreiche Zerstörungen von Brücken und Knotenpunkten war das Straßennetz bei Kriegsende jedoch auf einen Bruchteil seiner Kapazität reduziert. Ähnliches galt für die Schifffahrtswege, die durch zerstörte Brücken zunächst vielfach nicht befahrbar waren. Hier kam der Wiederaufbau schon vor der neuen Währung von 1948 gut voran, auch das Aufräumen der Städte machte schon bis 1948 schnelle Fortschritte.

Von Luke K.