Aufreizende Kleidung, Markenklamotten und Schuluniformen

Bad Bederkesa. Hier schaut ein String aus der Hose, dort schimmert ein BH unter der Bluse hervor. Die Lehrer haben es satt und greifen deshalb durch. Ab sofort wird gesittet gekleidet zur Schule gekommen und nicht, als würde man gerade von der "Piste" kommen. Wer es dennoch wagt, sich nicht in den Augen der Lehrer angemessen zu kleiden, wird nach Hause geschickt. Vielleicht wäre es ja besser eine Schuluniform einzuführen, da es mit der Markenkleidung auch nicht so klappt? Aber was sagen Eltern und co. dazu?

Nach einer umfangreichen Umfrage der 2. und 3. Generation (Eltern und Großeltern), sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten der Befragten es positiv fanden, dass das Tragen unangemessener Kleidung im Schulalltag in unserer Schule eingeschränkt wurde. "Es ist ja auch so, dass es nicht nur die Lehrer beim Unterrichten, sondern auch die Schüler beim Lernen ablenkt. Außerdem geht man in die Schule und nicht in die Disco." fügte ein Lehrer der Schule An der Mühle in einem von uns geführten Interview hinzu.

Aber wie sieht des denn mit Markenkleidung aus? Wird man sich in dieser Hinsicht jemals einigen können? Bringen uns Schuluniformen wirklich dem Gleichheitsgrundsatz näher? Das Verbannen der Markenklamotten von unseren Schulhöfen brächte diverse Vorteile mit sich. Zum einen, weil der Druck, Markenkleidung stehlen zu "müssen", gar nicht mehr bestehen würde. Zum anderen wären dann alle gleich "gestuft" und es käme kein Neid mehr auf, wer wohl mehr Geld besäße.

"Es würde jedoch niemals ein Ende geben. Trüge man nur noch Schuluniformen, ginge es mit dem Schmuck (Ketten. Ohr-, Fingerringe) weiter." versicherte uns Herr Hobbensiefken von der Polizei in Bederkesa in einem Gespräch zu dem aktuellen Thema.

Die Meinungen hierzu gehen trotz alledem weit auseinander, einige sind dafür, andere sind dagegen.

Selbst im Internet gibt es zahlreiche Diskussionsforen, in denen Meinungen kund getan werden.

Martin Brömmer, Marwin Hahn und Sarah Brüns - R9a